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Schmalkalden
Die Geschichte der Stadt Schmalkalden und städtebauliche Entwicklung der Altstadt
    Schmalkalden um 900
  • 1200 v.Chr. mögliche Ansiedlungen von Ackerbauern und Viehzüchtern( nach Funden alte Meierei 2008 )
  • 1000 v.Chr. Ansiedlungen von Kelten im Stilletal
  • nach dem 6 Jh. entstand Schmalkalden vermutlich als fränkische Siedlung
  • 861 - 874 Hungersnöte mit Folgen von Kanibalismus, Dürren (2 Monate Werra ohne Wasser), Erdbeben, Rinderpest, Heuschreckenplagen und Stürme forderten in Thüringen massig Opfer
  • 874 erstmals urkundlich erwähnt als "villa Smalcalta" --->
    in einem von zwei Schenkbriefen von einer Adligen Cunihilt an die Abtei Fulda
  • 1057 Richeza, Witwe des polnischen Königs Miesko II. erwarb durch Gebietstausch Schmalkalden ("Schmalekaldun") von Würzburger Bischof Aalbert
  • 1063 nach dem Tod von Richeza fällt Schmalkalden wieder an Würzburg
  • 1078 "Smaelekallan" wird von Truppen Rudolf von Schwaben zerstört (Gegenkönig Heinrich des IV.)
  • ca. Ende 1100 Im Besitz der Landgrafen von Thüringen
    - Erbauung der Walrabsburg *3 (Gelände Schloss Wilhelmsburg) und der Kirche am Altmarkt Hessenhof Neumarkt 5 in Schmalkalden
  • 1203 Schmalkalden wurde niedergebrannt von Truppen Phillip von Schwaben und Otto dem Welfen IV. von Braunschweig
  • 1203 Bau des Hessenhofes (Neumarkt 5) --->
  • 1205 Schwere Hungersnot in Thüringen
  • Auf 1204-1215 *4 datierte man die Iweinmalereien in den damals ebenerdig gelegenen Keller des Hessenhofes
  • 1212 erneute Niedergebrennung und Plünderung von Otto dem Welfen IV. von Braunschweig
  • 1227 Erwähnung als "oppidum Smalcaldin" befestigte Städtische Siedlung in einer Urkunde Landgraf Ludwigs IV.
  • 1228 Errichtung der Sk. Nicolauskapelle (heute Gelände der Post)
  • 1247 in Herrschaft von Hermann I. von Henneberg-Coburg ein fränkischen Grafen
  • 1272 erstmalige Erwähnung als "civitas" Stadt
  • 1291 durch Erbfolge fällt Schmalkalden an den askanischen Markgrafen von Brandenburg
  • 1312 o. 1315 *1 Übernahme von Fürstgraf Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen (gesorben 1340 in Schmalkalden)
  • 1315 Stadt erhielt eine steinerne Befestigung und Rechte einer Reichsstadt Spital Weidebrunnertor in Schmalkalden
  • 1319 Gründung des Augustinerklosters am Schmiedhof
    Wandlung der St. Jakobskapelle und Stiftkloster am Schloßberg in ein Collegiatstift
  • 1320 Gründung des Spitals vor dem Weidebrunnertor --->
  • 1322 o. 1340 *5 Erste urkundliche Verweise auf die Schmalkalder Eisen und Stahlwarenproduktion
  • 5.6.1330 die "Kleine Oster" wird gegossen
  • 1335 Bau des heute noch stehenden 5 geschossigen Pulverturmes (letzter Turm der ehem. Stadtbefestigung)
  • 1335 Kaiser Ludwig der Bayer verleiht Schmalkalden die Rechte der Reichsstadt Gelnhausen
  • 1339 Gestattung der Anlegung des Oberhospitals *6 vor dem Weidebrunnertor
  • 1339 Ausbau der Burg und Gründung verschiedener Kapellen außerhalb der Stadt
  • 1340 wurde der Erzabbau das erste mal urkundlich erwähnt
  • 1340 - 1347Bau und Fertigstellung der Stiftskirche St. Egidii und Erhardi (St.Aegidius und St.Erhardus) auf dem
    Schlossberg (wahrscheinlich an Stelle des hessigen Bergamtes) Die Große Kemenate
  • 1345 o.49 18 Juden werden nahe Solbad, gegenüber Schmalkalde, wegen angeblicher Brunnenvergiftung lebendig begraben; sogenannte Judenstelle
  • 1347 Schmalkalden fällt vorrübergehend an den Nürnberger Burggrafen Albrecht
  • 1360 kaufte die Witwe Elisabeth des Grafen Johann I. von Henneberg-Schleusingen und Heinrich II. Landgraf zu Hessen die Herrschaft für 40000 Gulden, Folge: Kondominat (Doppelherrschaft) Teilung der Stadt in 2 Reviere, zu sehen im Schild des Wappens
  • 23.02.1360 Urkundliche Erwähnung der Heilig-Grab-Kapelle an der Asbacher Strasse
  • 1368 Beginn Bau der Großen Kemenate (Weidebrunnergasse 18-20) --->
  • Um 1370 Bau des hinteren Teils des heutigen Lutherhauses (Lutherplatz 7)
  • 1379 Graf Heinrich V. spendiert erstmals seinen Schmalkaldern einen ganzen Hirsch ("gantzen Hirtz") - heute Tradition bei Eröffnung des Stadtfestes jedes Jahr
  • 1408 nach Päpstlicher Bann wurde die Acht von König Ruprecht III. über Schmalkalden verhängt. Grund: unbotmäßiges Verhalten gegen den Stadtpfarrer eines Grafen von Henneberg
  • 1410 Aufhebung der Acht gegen eine Geldbuße
  • 1412 Ausbruch der Beulenpest - das Beinhaus (neben der Stadtkirche - heute ein Teil mit Glas überdacht) mußte tiefer gegraben werden
  • 1419 Bau des heutigen Rathauses und erste stattfindende Tagung
  • 1422 Bau der noch heute existierenden Schwemmbrücke eine von damals 15 Steinbrücken über die Schmalkalde
  • 1429 Erwähnung einer in der 1.Hälfte des 14Jhd. erbauten Marienkirche nahe der Stiftkirche
  • 1437 Bau der neuen spätgotischen Stadtkirche St. Georg über den romanischen Bau aus der zweiten Hälfte des 12.Jh. (3 Geschosse des Südturmes sind im romanischen Stiel noch erhalten)
  • 1450 Eine Krankheit löscht 1/3 der Bevölkerung von Schmalkalden aus
  • 1456 Bau eines Zwingers am Auertor Das Lutherhaus Schmalkalden
  • 1480 Neubau der St. Nicolai-Kapelle (heute Gelände Post)
  • 1504 als eine der ersten Städte Deutschlands wird das Wasser vom Gespring in Rohrleitungen in Innenstadt geleitet
  • 1520 Bau des wie heute noch zu sehenden Lutherhauses --->
  • 1521 - 1524 Auflehnung der Bürger gegen das Stift
  • 1525 Plünderung des Stift und des Augustinerklosters und Renhof - Bauernaufstand Folge: 30.April Bekennung des Bürgermeisters zu den "Zwölf Artikeln" der Bauernschaft nach Zerschlagung Geldbuße 2000 Gulden, Hinrichtung 5 führender Beteiligter und später Reformation
  • 1528 Abschluß des "Schmalkaldischen Friedens" Im Rathaus (Beendigung der "Pack'schen Händel" zw. Katholiken und Protestanten)
  • 1529 erstmaliges Zusammentreffen evangelischer Stände im Gasthaus zur Krone
  • 27. Febr. 1531 Abschluss des militärischen Bündnisses der "Schmalkaldische Bund" im städtischen Rathaus
  • 1531 Bau des Schäferhofes am Stillertor daher hieß die heutige Renthofstrasse auch Schafgasse
  • 1533 Bau des äußeren Auertors
  • 1537 Ankauf der Stadt des südlich an das Rathaus anschließenden Bürgerhauses
  • Febr. 1537 Tagung "Großer Konvent" des Schmalkaldischen Bundes mit Martin Luther und dessen verfassten "Schmalkaldischen Artikel"
  • 1538 Abbruch der Heilige-Gehilfenkapelle am Sichenrasen
  • 1540 wurde der Friedhof vor dem Auertor angelegt (heute Todenhofkirche)
    im selben Jahr brannte der Thüringer Wald wegen großer Dürre 4Wochen lang
  • 1541 Errichtung einer Sakristei auf dem Friedhof am Auertor
  • 1545 Rosenapotheke(Melanchthonhaus) in der Steingasse erbaut
  • 1546 Schmalkaldischer Krieg
    - Folge: Vernichtung des Bundes um 1547 bei Mühlberg/Elbe; bleibt aber auf Bitten des katholischen Hennebergers von der totalen Zerstörung verschont Stadtkirche in Schmalkalden um 1600 (Fotomontage)
  • 1550 Umbau Erweiterung um die doppelte Frontbreite des Hessenhof (Neumarkt 5) bis 1553
  • 1555 wurde die "Große Oster" zweitgrößte Glocke Thüringens gegossen und am 13.September in der Stiftskirche aufgehangen
  • 1564 Einsturz des Nordturms der Stadtkirche (erst 1748 wieder aufgebaut)
  • 1566 1700 Opfer bei erneuten Ausbruch der Pest
  • Ab 1568 allmäliger Abriss der Klosterbauten des Augustinerklosters
  • 1570 erlitt der Südturm der Georgenkirche Beschädigungen, welche gleich behoben worden mit den Material des Augustinerklosters und wurde, wie auch vorher wieder mit einem Türmerstüble gekrönt --->
  • 1571 Pflanzung von 4 Linden hinter der Kirche, eine dieser Linden (ein Wahrzeichen der Stadt, wurde 436 Jahre alt) stand noch bis 2007 und wurde im Zuge der Baumaßnahmen so schwer beschädigt, dass sie gefällt werden mußte
  • 1575 so die Jahreszahl auf dem Giebel der Thodenwart'schen Kemenate (auch Merkel'sche Kemenate, nach dem letzten Besitzer genannt) gilt als mögliches Erbauungsjahr an Stelle eines Fränkischen Herrenhofes, dem scheinbar ältesten Ausgangspunkt der Stadt Schmalkalden
  • 1578 - 79 Umbau des alten Beinhauses auf dem Kirchhof zur Schule (heute Bibliothek)
  • 1583 Ende der Doppelherrschaft durch Aussterben des hennebergischen Grafenhauses
  • 1584 Schmalkalden gehört nun zu Hessen-Kassel
  • 1585 Abbruch der Stiftskirche St. Egidii und Erhardi auf dem Schlossberg
  • 1587 wurde die "Große Oster" aus der Stiftkirche an die Stadtkirche Sk.Georg verschenkt
  • 1589die "Große Oster" wird im Nordwestturm der Stadtkirche Sk.Georg einghängt, wo sie 1847 beim Trauergeläut vom Kurfürst Wilhelm II. v.Hessen zersprang
  • 1585 - 1589 Bau des Schlosses Wilhelmsburg von Landgraf Wilhelm IV. auf dem Gelände der ehemaligen Walrabsburg *3 und der Stiftskirche sowie deren Klosterruine
  • 1589 - 1592 irgendwann in der Zeit - Bau des Kristallturmes (auch Bergmannsturm oder Zwinger genannt)Schmalkalden - Kantorat um 1920
  • 1598 Catharine Peternell (auch Catharine Petronellin genannt) aus Aue wird als Hexe in Schmalkalden verbrannt
  • 1608 Ausserkraftsetzung des lutherischen Glaubensbekenntnisses durch Landgraf Moritz v. Hessen-Cassel ("Der gelehrte")
  • 1608 Schmalkalder Bildersturm - Vernichtung von Altären, Kunstschätzen und Schnitzwerke, 8 Leiterwagen voll Bilder werden verbrannt
  • 1608 Erbauung des heute noch erhaltenen Kontorates hinter der Kirche --->
  • 1609 Einführung des Schulzwangs in Schmalkalden
  • 1611 wieder Ausbruch der Pest dabei stirbt jeder 3. Bürger in Schmalkalden
  • 1611 wurde ein jüdischer Friedhof angelegt ehem. Festplatz nahe Autohaus)
  • 1618 Beginn des 30 Jährigen Krieges; Folge: Niedergang der Wirtschaft
  • 1618 Bau des Marstalls (ehem. Amtsgericht) Stelle des Henneberger Hofes in der Hoffnung, auf der Rückseite war eine durchgängige Galerie angebracht
  • 1622 Errichtung der Synagoge in der Judengasse
  • 1627 Schmalkalden kommt in Pfandbesitz Hessen-Darmstadt
  • 1630 Nach einem Brand von 40 Häusern; Bau der "Neuen Reihe" das sind die Häuser rechter Hand des Weidebrunnertores
  • 1636 Hungersnot
  • 1636 Ein neuer Altar wird in der Stadtkirche aufgestellt
  • 1647 Gründung einer Gewehrmanufaktur
  • 1648 Ende 30 jähriger Krieg - Schmalkalden fällt wieder an Hessen-Cassel zurück
  • 1650 Schmalklder Friedensfest und Pflanzung der Friedenslinde
  • 1659 Brand der Pfaffengasse
  • 1677 Herrschaft Landgräfin Hedwig Sofie für 7 Jahre
  • 1695 Anbringung des hessischen Wappens an die Fassade des Gasthauses zur Krone
  • 1713 Abriss der (im 30jährigen Krieg weistensgehend zerstörten( nicht bestätigt)) Kapelle vom Heilig Grab in der Asbacher Strasse (heutige Position Teich bei Bohrmühle)
  • 6.April 1713 Fertigstellung eines Salzwerkes mit Gradierhaus unterhalb des Judenrains (heute Röhtbergrain)und Kanonenweg am Röhtberg
  • 7-8.Juni 1717 Brand der Synagoge in der Judengasse, verursacht durch ein Brand in der Waschküche eines Wohnhauses bei dem 4 weitere Häuser zerstört wurden
  • 1718 Wiederaufbau der Synagoge
  • 1743 Bau des Hauptgebäudes des Hospitals am Weidebrunnertor
  • 1748 Wiederaufbau des 1564 eingestürzten Nordturms der Stadtkirche
  • 1756 - 1763 7 jähriger Krieg Löwe im Rathaus vom Auertor in Schmalkalden
  • 1760 Errichtung der Totenhofkirche anstelle der Heilige-Kreuz-Kapelle mit der Kanzel von 1680 der Sakristei am Auertor
  • 1771 - 1772 Hungersnot durch Missernten
  • 1806 - 1813 Aufstände gegen französische Besatzer und Napoleons Bruder Jérôme, König von Westfalen und Herrscher über Schmalkalden
  • 1820 Zwerchhäuser des Schlosses werden wegen Baufälligkeit abgebrochen und die restlichen ihres Schmuckes beraubt, das Dach wurde komplett erneuert und die Treppentürme mit flachen Pyramidenförmigen Dächern versehen
  • 1830 Niederlegung großer Teile der Stadtbefestigung unter anderem die Türme und Tore
    - ein Löwe aus dem Jahre 1583 des Auertors stand noch bis ca. 1900 auf einem Sockel an der Stadtmauer am Auertor bis er in den südlichen Teil des Rathaus verbracht wurde --->
  • 6. August 1833 Eröffnung des Solbades zw. Kanonenweg und Schmalkalde (heute gegenüber Kreiskrankenhaus, Parkplatz)
  • 1835 Erbauung der "Neuen Hütte"
  • 1837 Umbenennung des Töpfermarktes in Lutherplatz
  • 1838 Erweiterung des Hospitals
  • 1839 Errichtung der sogenannten "Lauraquelle" zur Getränkeherstellung im Bereich des Solbades
  • 1851 Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Nordturm der Stadtkirche und Integrierung der neuen 3600kg schweren "Groß-Oster-Glocke" gegossen aus den Teilen der im Jahre 1847 zersprungenen "Großen Oster"
  • 1852 Gründung einer Metallschreibfederfabrik
  • 1854 Schließung der Gewehrmanufaktur
  • 1857 Aue Hütte gegründet
  • 1858 durch Brandstiftung wird Metallschreibfederfabrik zerstört
  • 1866 preußisch - österreichischer Krieg; Folge: preußische Herrschaft
  • ca.1870 Umbenennung des Haindorfsloch ("Heinerschloch") in HaindorfsgasseSchmalkalden - Krone um 1870
  • 1870 umfangreicher Umbau des Lutherhauses zur Buchhandlung Feodor Willisch, Vorgarten wurde entfernt und ein Portal mit Schaufenstern Eingangstür und Balkon errichtet
  • 22.März 1872 pflanzten Schüler erneut eine "Friedenslinde" auf den Altmarkt
  • 1874 Anschluss an das Eisenbahnnetz Werrabahn
  • 1875 Umbenennung der Augasse in Bahnhofstrasse (DDR: Strasse der DSF)
  • 1878 Eröffnung des Museums im Schloß Wilhelmsburg
  • 1880 Abriss des westlichen Teils des Gasthauses zur Krone und nebenstehende ehemalige Sk. Nicolai Kapelle --->
    - Neubau des Bereiches der Krone sowie Erbauung der Kaiserlichen Post an Stelle der ehem. Kapelle *2
  • 1882 Einweihung des Waldhauses
  • 1883 Errichtung des Lutherbrunnen auf dem Altmarkt anlässlich des 400.Geburtstages Martin Luthers (Büste gefertigt von Deutschmann)
  • 1890 Schließung der Aue - Hütte Rathausbrand 1901 Schmalkalden
  • 1896 Sozialdemokratischer Verein Schmalkalden in der Gaststätte Rosenau (ehemalig Jugendclub, Abriss 1989) gegründet
  • 1896 Einführung des elektrischen Stroms in Schmalkalden
  • 1897 Bau der Aufsichtsplattform mit Schutzhütte auf der Queste
  • 1901 Brand im südlichen Teil des Rathauses(auch "Die Waage oder Kaufhaus" genannt)
    - das Stadtarchiv, welches dort untergebracht war, wurde dabei vernichtet --->
  • 1902 Königlich-preußische Fachschule für Maschinenbau eröffnet
  • 1903 - 1905 Neubau des südlichen Teiles des Rathauses
  • 1909 Grabungen am Schloßberg zur Erkundung der Stiftskirche St. Egidii und Erhardi
  • 1910 - 1911 Errichtung des Volksbades in der Braugasse 13 an Stelle des alten Brauhauses, Übergabe an die Stadt am 19.01.1911 Kosten: 20000 RM
  • 1911 - 1913 Erbauung der Knabenschule (Hermann Danz heute) in der Renthofstrasse im ehemaligen alten Schloßgarten, Einweihung am 17.11.1913 Kosten: 350000 RM
  • 1925 Eröffnung des Volksschwimmbades in Näherstille
  • 1929 Neubau der Synagoge
  • 1932 Bau der Freilichtbühne am Volksgarten
  • 9 .Nov. 1938 Zerstörung jüdischer Geschäfte und Manufakturen
  • 10. Nov. 1938 Zerstörung der Synagoge durch Sprengung von Nazis
  • 20.07.1944 11.20 Uhr u. 06.02.1945 11.30 Uhr Fliegerangriffe: Sie beschädigten die Post und die Kirche zusammen mit weiteren 55 Häusern, 40 Häuser wurden völlig zerstört unter anderen Lutherplatz 5 und zahlreiche Häuser der Haindorfsgasse Siechenrasenschule in Schmalkalden im Jahre 1977 Die Angriffe kosteten 87 Menschen das Leben
  • 1945 Eingliederung des Kreises Schmalkalden in das Land Thüringen
  • 1949 Gründung der Ingenieurschule für Maschinenbau
  • 1951 Gründung der Pädagogische Fachschule für Kindergärtnerinnen
  • 1952 Siechenrasenschule (DDR: POS Karl-Marx) als erste Grundschule eingeweiht --->
  • 1952 Schmalkalden wird Kreisstadt des Bezirkes Suhl in der DDR
  • Februar 1968 Baubeginn der Großgaststätte "Stadt Schmalkalden" in der Hoffnung
  • 30.Juni 1969 Eröffnung des "Stadt Schmalkalden" dafür musste Cramers Restaurant weichen, wobei der Kaisersaal (Volkssaal)umgebaut wurde.
  • 1969 Gründung des WKS - VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden
  • 1970 Grundsteinlegung zur Erweiterung des WKS
  • 1972 Freilegung der o.g. Iweinmalereien im Hessenhof
  • 1973 Baubeginn des neuen Stadtgebietes Walperloh um und über dem Ernst Thälmann Stadion (6 stockige Plattenbauten)
  • 1973 Abriss des Pfeufferhauses in der Haindorfsgasse
  • 1974 1100 Jahrfeier und damit verbundene Errichtung einer Freilichtbühne mit 3000 Sitzplätzen auf den Festplatz (heute Gelände des Skoda Autohauses)
  • ab 1981 umfangreiche Sanierungen des historischen Stadtkerns Bau der Plattenbauten in der Haindorfsgasse 1985
  • 1984 Bau der Umgehungsstrasse Hinter der Stadt zur Entlastung der Innenstadt, dabei mussten alte Häuser auf der Bahnhofstrasse weichen, ebenso der Weg mit sehr alten Kastanien hinter der Stadt, gleichzeitig wurder der Flußverlauf der Stille geändert
  • 1984 Beginn der Abbrucharbeiten alter Häuser der Innenstadt in der Haindorfsgasse, Haargasse, Auergasse, Klostergasse und Stumpfelsgasse sie wurden durch Plattenbauten mit angepasster Fassade ersetzt (Gillergasse, Entengässchen wurde ganz entfernt) --->
  • 1984/85 Eine 4. Brunnenbohrung (Hy Sc 101/84) von 108 m Tiefe wurde am Solbad im Autrag des Kreiskrankenhauses gebohrt, um die Sole effektiver nutzen zu können
  • 1987 Bau der Umgehungsstrasse Recklinghäuser Strasse zur weiteren Entlastung der Innenstadt, dabei mussten alte Häuser am Qittenborn weichen und der Brunnen wurde an die Seite verbracht
  • 1990/91 Industrie und Handel werden wieder privatisiert und umstrukturiert
  • 1991/92 Abriss des Maschinenhauses der Bohrmühle
  • 1993 Beginn des Baus des Förderzentrums am Siechenrasen
  • 1993 Abriss der Lauraquelle mit samt überdachter Mineralquelle (Quelle 1 von 4 vorhandenen)
  • 1994 Gebietsreform: Schmalkalden wird Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
  • 1995 Erbauung des "UFO's" und Neugestaltung des Busbahnhofes
  • 2004 wurde Schmalkalden der offizielle Titel einer Hochschulstadt zuerkannt
  • 2004/05 Freilegung des Beinhauses und teilweise des ehem. Friedhofes an der Stadtkirche wo sich, berechnet, über 13300 Gräber, verteilt über 7 Schichten befanden
  • 2006 Neubebauung der Pfaffenwiese
  • 2007 Altmarkt und angrenzende Gassen wurden straßenbaulich umgebaut, Teile alter Stadtbebauungen und Mauern wurden dabei gefunden
  • 2007-2009 Bau der neuen Umgehungsstrasse ab Reihersgasse bis zur Schwemmbrücke
  • 2008 durch Eingemeindung von Wernshausen wächst die Einwohnerzahl erstmals auf über 20.000, ist aber rückläufiErdfall 1 Oktober 2010 am Röthbergg
  • 2008 Abriss der ehem. Meierei des Schlosses (bisher galt das Schloss mit seinen Wirtschafts- und Nebenhöfen zu den in Deutschlands vollständigsten Schloßanlagen), für den Bau eines Altersheimes
  • 2009 Beginn der Pflasterarbeiten auf der Salzbrücke
  • 2009 Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten am Schloß zB. Schloßtreppe, Riesensaal etc.
  • 13.09.2009 Jetzt ist Schmalkalden international MC.Do... hat Einzug gehalten
  • 2010 Abriss der letzten 2 Häuser linkseitig der Haindorfsgasse, ebenso die dahinter befindlichen Fabrikgebäude und "heimlich" Teile der Stadtmauer
  • 1.11.2010 Erdfall am Röthberg Durchmesser ca. 30m und ca.20m tief, zum Glück ohne menschliche Verluste --->
  • Anfang 2011 verschieden alte Häuser in der Bahnhofstrasse und am Quitteborn (Kreuzung Recklinghäuser Str. und Bahnhofstr.) wurden abgerissen, für Strassenkreisel und Zufahrt neuer Busbahnhof
  • März 2011 Fund von Teilen einer Mauer (30m lang) in der Auergasse. Vermutung: ehem. Stadtmauer vor 1203 ( siehe Artikel unten)
  • April/Mai 2011 Weidebrunnergasse 13, Freilegung eines Kreissegmentes eines Frischfeuers (Eisenverhüttung), wahrscheinlich ältestes bekanntes Exemplar
  • 05.02.2012Eröffnung der Viba Nougat Erlebniswelt in der Weststadt (Auer Weg - Kasslerstr.)
  • 2014 Fertigstellung der Umleitung von der Zwick bis zur Einmündung Volkers
  • 2014 Fertigstellung der Parks und Strassen mit Kreisverkehre für die LGS 2015 in der Weststadt (Auer Weg - Kasslerstr.)
  • 2015 Landesgartenschau, Fertigstellung der Westend-Parkanlagen
  • 2015 Abriss von Zwei Plattenbauhäusern in der Allendestraße (ab 49 und 77)
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*1) widersprüchliche Angaben verschiedener Quellen
*2) Zustand der Nicolai Kapelle nach anderen Angaben Abriss um 1538 später Pferdeschwemme, Abweichung zu vorhandenen Fotos
*3) Bei den Recherchen bin ich über 3 Schreibweisen gestolpert
-Walrabsburg (Hans Lohse) > wahrscheinlichste Schreibweise
-Wallraffburg (Przemyslaw Paul Zalewski)
-Waltaffburg (Volker Wahl 1974 und Tourist Verlag Berlin/Leipzig 1980)
*4) unterschiedliche Datierungen (Z.B. um 1225) verschiedener Quellen
*5) unterschiedliche Angaben verschiedener Quellen
*6) widersprüchlich zu 1320 (Helmut Kirchner 1992)

Quellen:
- Hans Lohse "Wanderung durch eine alte Stadt" Herausgeber: Leitung des Heimatmuseums Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden 1955
- Hans Lohse "Schmalkalden schöne alte Stadt am Thüringer Wald" 2.Aufl. Herausgeber: Leitung des Heimatmuseums Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden 1958
- Schloss Wilhelmsburg "Schmalkalden - Historische Ansichten" Herausgeber: Schloss Wilhelmsburg 1992
- Tourist - Wanderheft Schmalkalden und Umgebung; 2.Aufl. Herausgeber: VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig 1980
- Heimatmuseum Schloß Wilhelmsburg Schmalkalden; 6.Auflage; Herausgeber: Schloss Wilhelmsburg Museumsleitung 1961
- Thüringer Landesamt für Denkmalpflege Erfurt "Baugeschichte einer Handwerkstadt im hessisch - fränkischen Grenzland" Herausgeber: Thüringer Landesamt für Denkmalpflege 2003 ISBN 3-910166-90-3
- Hans Notnagel "Juden in Südthüringen" Band4 1.Aufl. vom Verlag Buchhaus Suhl 1999 ISBN 3-910166-90-3
- Durch die Jahrhunderte der Stadt und des Kreises Herrschaft Schmalkalden; Herausgeber: Helmut Kirchner, Sichenrasen 5, Schmalkalden
- Johannes Wierßing "Schmalkalden. Eine kleine Stadt mit großer Geschichte " Herausgeber: Goethe-Werkstatt Verlag Wetzlar 2014 ISBN 978-3-940178-80-0
- "Nova Historia Schmalcaldica" Band3 Herausgeber: Museum Schloß-Wilhelmsburg, Stadtarchive Schmalkalden, Verein für Schmalkaldische Geschichte und Landeskunde 2006 ISBN 3-9810028-2-2
- Bärbel Bierstädt, Ilke Handy "Schmalkalden - Wie es früher war" 1.Aufl.1993 Wartberg Verlag Peter Wieden ISBN 3-86134-134-4
- Schmalkalden, Wir grüßen unsere Gäste - Herausgeber: Rat der Stadt Schmalkalden 1978

"IN EIGENER SACHE !"

Allen meinen Besuchern, dieser Seite danke ich sehr. Ich muß mich entschuldigen, dass die Seiten zu lange nicht vollständig sind. Der Hauptfaktor ist, die mir fehlende Zeit. Ich bin stets bemüht ;-) , aber auch Vollzeit tätig und habe Notdienste. Da ist es fast nicht zu stemmen. Ich bleibe aber dran . Versprochen. Danke für Euer Verständnis.
R. Bader

Fotochroniken von Schmalkalden

Chronik Auergasse       >>>

- Blick in die Auergasse um 1890
- Auergasse in den 30er Jahren
- Aus heutiger Sicht

Chronik Altmarkt Insel       >>>

- Insel am Altmarkt um 1880
- um 1909
- 20er Jahre des 20ten Jh.
- ca.1980
- Heute

Chronik Salzbrücke       >>>

- Salzbrücke um 1890
- Anfang 20er des 20ten Jh.
- 40er Jahre des 20ten Jh.
- ca.1965
- Heute 2006

Chronik Salzbrücke       >>>

- Salzbrücke um 1890
- Salzbrücke um 1910
- Mitte 30er Jahre
- Heute 2007

Chronik Altmarkt       >>>

- Altmarkt um 1900 altes Rathaus
- um 1928 mit neuen Rathaus
- 40er Jahre des 20ten Jh.
- ca.1952 mit Schäden an der Kirche
- um 1986 wieder mit Brunnen

Chronik Lutherhaus       >>>

- Lithografie Wimmer 1837
- Lithographie um 1860
- Foto ca.1870 mit seitlichem Eingang
- um 1896 von Carl Simon
- Lutherhaus ca.1920
- Ansichtkarte um 1930
- dann ca.1950
- ca.1970
- Lutherhaus Heute


Meine Theorie zum Erdfall von Schmalkalden

Die Sole als Ursache des Erdfalls?

Lokale Politiker schliessen menschlichen Einfluß aus. Gut... geologisch gesehen, kann der Mensch nichts für das Dasein der Solquelle, aber für dessen Ausbeutung und der daraus folgenden Auswaschungen schon. Hans Lohse, ein Schmalkalder Chronist, lokalisierte genau die Lage unterhalb des Kanonenweges und dem Judenrain (heute Röthbergrain), hinter den Am Bad Nr.2.
1455 erwähnte man das erste mal die Sole im Zusammenhang mit deren Ausbeutung. Eigentlich verdankt Schmalkalden diesen Umstand den Beinamen "Kurort". An Folgen dachte Keiner. So wurden 1701 Stollen getrieben um Salz abzubauen (Lage ist leider unbekannt) und später wurden die Quellen gefasst (insgesamt 3, 1984 kam eine 4. hinzu).
1720 Stand in der sogenannten Judendelle schon ein Salzwerk. Welches sich später ca. 300m über die ganze Salzwiese erstreckte. Nebenstehendes oberes Bild, eine Karte von Wimmer 1887, zeigt die Lage einer Unterbrechung der Solquelle (grau hinterlegt) ca. 20 Meter unterhalb des Erdfalls. Diese Unterbrechung zeigen auch andere Karten zB. Wimmer 1863. War das der Austritt der Quelle oder eine unterirdische Wasserführung? Sicher scheint nur, dass dies wahrscheinlich der Auslöser des Erdfalls ist. Nachfolgendes Bild zeigt den selben Kartenausschnitt im Jahre 1930. Hier ist im Zuge der Verlegung der Bahnschienen und der Errichtung der Fabrik dieser Flußlauf komplett zugeschüttet worden. Leider habe ich keine Informationen, über den Umgang mit der Quelle in diesem Bereich. Wurde sie in Rohre verlegt?
 
Eine weitere Theorie, welche auch sehr nahe liegt, ist die Tatsache, dass sich genau in diesem Bereich ein Bunker erheblichen Ausmaßes befunden haben soll. Alt eingesessene Schmalkalder bestätigen dies. Er soll sogar bis in den frühen 60ern noch zugänglich gewesen sein. Und oben auf der Wiese, unterhalb der Karlstrasse befand sich noch eine überdachte Entlüftung. Dieser Umstand wurde hiesigen Zeitungen unterbreitet, aber keiner will davon etwas wissen. Warum? Man müßte ja zugeben, dass der Erdfall menschliche Versäumnissen zu zuschreiben ist. Was mir Kopfschmerzen bereitet ist die Tatsache, dass der Grasberg und Gespring durch alte Bunker und Keller aussieht wie ein Schweizer Käse. ...Ein nicht ganz unerhebliches Potential für Erdfälle dieser Art.
Kartenausschnitt Schmalkalden 1887
Kartenausschnitt Schmalkalden 1927
Foto Erdfall Schmalkalden 2011

Neuigkeiten zur baulichen Gestaltung Schmalkaldens

Zur Neugestaltung Altmarkt und Nebengassen von Schmalkalden

Neugestaltung des Altmarktes Da auf einschlägigen Seiten von Schmalkalden keine Informationen zur Neugestaltung des Altmarktes und angrenzende Gassen zu finden waren, habe ich selber recherchiert und mich entschlossen ein wenig darauf einzugehen. Entgegen der Pläne, das Beinhaus komplett befahrbar mit Glas abzudecken, entschlossen sich die Stadtväter, dass einst geplante riesige " Sichtfenster " auf einen kleinen Teil zu reduzieren. Zudem wurde dieses auch nicht in der befahrbaren Variante ausgeführt. Nun ragt es ca. 20cm aus den Boden, was natürlich nicht unbedingt zur Zirde beiträgt. Der Kunstgraben hinter der Kemenate wurde auch nicht mehr realisiert, wie ursprünglich geplant war. Möglicherweise, weil eher wenig Leute diesen Weg benutzen und zu dem Geld gespart werden konnte. Natürlich wurde auch wieder ein Brunnen vor der Post platziert. Dieser äußerst modern anmutende, mit LED beleuchtete Brunnen wurde nur leider etwas in die Ecke gedrängt und entspricht wohl nicht ganz der historischen Position. Schön finde ich die " Pferdetränke " vor der Krone, wobei hier die Position zu stimmen scheint. Diese ist auch modern gehalten, mit blauer LED Beleuchtung, aber dennoch dezent. Ein Brunnen an historischer Position auf der Salzbrücke ist nun auch im Bau. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Anlagen länger Bestand haben, als frühere Projekte, denn Diese können sich dieses mal durchaus sehen lassen, ausgenommen der riesigen Kupferlampen. Dennoch finde ich die Gestaltung der Stadt als ein äußerst gelungenes Ensemble aus Licht, Architektr und dem Mittelalter. Das ist ein Anblick der seines Gleichen sucht und beeindruckt besonders Nachts durch geschickt eingesetzte Lichteffekte, ohne dabei das mittelalterliche Flair der Altstadt zu zerstören.
Besonderes Augenmerk findet das Pflaster, welches nun den gesamten Stadtkern und deren Nebengassen ziert. Somit dürfte Schmakalden, den Ruf einer der schönsten mittelalterlichen Fachwerkstädte Thüringens zu sein, wieder gerecht werden.
In einer zweiten Etappe, welche schon 2009 begann, wurden nun auch der Lutherplatz, die Stumpfelsgasse, die Steingasse sowie die Salzbrücke mit den sogenannten "wilden Pflaster" versehen. Zur zeitlichen Akzentuierung sollen auch, aber viel später, die Weidebrunnergasse, Judengasse, Stillergasse, Hoffnung und Entenplan etc. mit so genannten "andersartigen" Pflaster belegt werden.
 

 

"News aus Schmalkalden"

Freilegung einer Mauer in der Auergasse

Stadtmauer Auergasse SchmalkaldenAlso was ich hier schildere, sind nicht bestätigte, eigene Vermutungen. Im Zuge der Baumaßnahmen zur Neugestaltung der Strassen und Gassen Schmalkaldens wurden bereits 2007 bei Grabungen auf dem Altmarkt und 2012 in der Auergasse ein ca. 30 Meter langes Mauerstück gefunden. Meine erste Vermutung, dass es sich um eine ältere Häuserflucht handelt, ergibt keinen Sinn, da die Mauer durchgängig ist. Bleibt nur noch die ehemalige Stadtmauer vor 1203 oder eine Grundstücksmauer. Also vor der völligen Zerstörung der Mauerreste Auergasse SchmalkaldenStadt durch den staufischen König Phillip von Schwaben. Problem? Bisher vermutete man den Mauerverlauf, in dem Bereich, entsprechend dem der wiedererbauten Mauer hinter der Stadt. Der jetzige Verlauf spricht widerum für den alten Handelsweg durch Schmalkalden, welcher in diesem Fall direkt vor der Mauer an Schmalkalden vorbei lief. Nicht geklärt, scheint dann aber die Anbindung an Hofstatt, welches ja der Urspruch von Schmalkalden sein soll und das Stadttor hinter der Auergasse 3, welches ja nachweislich vor 1200 erbaut wurde. Die bisherigen Pläne über den Verlauf der ersten Stadtmauer entsprechen dann wahrscheinlich denen, nach der Wiedererichtung von Schmalkalden nach 1203. Diese Feststellung hat möglicherrweise Einfluß auf die Datierung des zugeschütteten Kellers von der Auergasse 5 und 7, welche auf Grund der Tatsache der Stadtmauer auf vor 1200 datiert wurde. Okay der romanische Ursprung ist bewiesen. Aber man nahm an, daß eine Bebauung so nahe der Stadtmauer nicht den damaligen Forderungen entsprach und somit später die Stadtmauer darüber gebaut wurde. Also kann es sein, dass die Bebauung auch erst im 14.Jh. stattfand. Vielleicht handelt es sich auch bei den gefundenen Mauerstück nur um ein Teil einer Ringmauer, um einen Hof, an der Handelsroute oder sogar eine alte Klostermauer. Es gibt leider keinerlei Schilderungen oder Zeichnungen, aus jener Zeit, zum Verlauf der Mauern der Stadt. Ich warte nun gespannt auf die Auswertung seitens der Archäologen und die neuen Bände Schmalkalder Geschichtsblätter.

"Klatsch & Tratsch"

Schmalkalden nach der Landesgartenschau 2015. Die Arbeit reist nicht ab. Böswillige Zerstörungswut irgend welcher Wandalen, verursachten erheblichen Schaden an der neuen Schloßtreppe. Zur Empörung alle Schmalkalder. Als ob dies nicht genug wäre, wurden der Treppenbeleuchtung auch noch ihres Inhaltes beraubt, nämlich der LED Strahler. Die westliche Vorstadt an der Kassler Strasse hat einen riesigen Wandel vollzogen und ist nun frei zugänglich für Jederman. Das Schloß ist leider vor der Landesgartenschau nicht ganz fertig geworden. Die Sanierung der Mauer zum Rosengarten ist zwar abgeschlossen, aber es fehlt noch der "Ausguck". Es war höchste Zeit, denn bisher war das Schloß wohl jeden Schmalkalder ein Dorn im Auge. Keiner konnte es mit Ansehen unsere historischen Errungenschaften so verkommen zu sehen.
Es liegen wohl Pläne vor, dass es wieder ein Heil und Therapiezentrum geben soll und somit die hiesigen Solevorkommen wieder zu therapeutischen Zwecken zu nutzen, um den Beiname "Kurort" wieder gerecht zu werden. Aus bisher noch nicht bestätigten Quellen, wird wohl in Erwägung gezogen, den Kunstgraben in der Weidebrunnergasse bis zum Weidebrunner Tor wieder aufleben zu lassen. Der Busbahnhof wurde zum Bahnhof verlegt, aber auch hier wurde von den einst geplanten futuristischen Design Abstand genommen. Ärgerlich, dass das Alte Krankenhaus am oberen Siechenteich weichen mußte, dessen Geschichte bis ins 14 Jhd.
reicht und unter Denkmalschutz stand. Das UFO vom ehemaligen Busbahnhof wurde zum Steakhaus umfunktioniert. Es ist aber eher ein Restaurant für die gutbetuchte Klientel. Der anschließenden Park sollte geplante Wasserspiele und Volleyballplatz enthalten, wurden aber leider doch nicht umgesetzt. Dennoch kann sich der angelegte Park mit den Spielplätzen durchaus sehen lassen. Viba ist wieder in Schmalkalden und zwar im Bereich des alten

Steakhaus Barolo

Steakhaus Barolo
Kraftverkehrs (gegenüber Opel), da die Nachfrage jetzt bundesweit und international auf ein mehrfaches gestiegen ist. Somit sind wohl die Kapazitäten in Seligental erschöpft. Transparenz in der Fertigung heißt dann das Schlagwort. Eine Erlebniswelt in Form einer transparenten Fertigung mit Mitmach - Bereich sind hier Highlights. Der Westteil von Schmalkalden ist kaum mehr wieder zu erkennen.
Sogar den Lokschuppen hat man saniert. Er dient jetzt wohl als Holz verarbeitender Betrieb. Geplant war einst ein technisches Denkmal. Geplant ist wohl noch ein Industriegebiet mit Wohn und Parkanlagen über den Neubauten, hinter dem Jugendclub. Dann soll eine große Ortsumgehung ab Kassler Strasse über Struth bis Asbacher Str. den Schwerverkehr zu den wichtigsten Industriestandorten leiten.
Da jetzt die Landesartenschau vorbei ist, werden wohl die bunten Häuser in der Bahnhofsstrasse abgerissen werden. Es handelt sich hier um die Häuser 3-7 nach der Todenkirche. Das zweite fehlt ja schon seit den 80ern.

"Schmalkalder Kontraste"

... so war der Titel eines Kalenders für das Jahr 2008, welcher in Schmalkalden beim Stadtfest 2007 für Furore sorgte. Der ehemalige Student, heute Wahlschmalkalder Ricardo Oelsner arbeitete ein halbes Jahr an diesem Kalender, den es nur in limitierter Auflage von 1000 Stk. als Souvenir zu kaufen gab. Ich, Rene Bader, Autor dieser Seiten, habe das Glück einen der 1 Serie besitzen zu dürfen. Auf Grund des Erfolges, kam jetzt jedes Jahr ein Kalender, in erhöhter Auflage, heraus. Der Kalender hat mit der Weile Kultstatus erreicht und genießt dabei hohen Sammlerwert. Wie ich aber erfuhr, wird dieses Konzept wohl so nicht mehr weiter umgesetzt. Statt dessen will man nur noch irrwitzige, verformte Fotografien darstellen. Damit sie wissen, worum ursprünglich mal ging und Sinn des Projektes war, habe ich mal zwei Beispiele selbst erstellt. " ...den nächsten Kalender muß ich dann wohl machen ;-)...". Nein ...ich wollte nur mal wissen, wie schwer es ist und zum Anderen sind die Originale sicher geschützt, so dass ich sie hier nicht abbilden darf. Mit einem guten Programm und ein wenig Übung und Erfahrung ist dies nicht problematisch. Trotzdem Hut ab, schon der Idee wegen.

Fotomontage Schmalkalden Kirchhof
Ansichtskarte vom Kirchhof ca. 1930 und einem Foto von September 2007, welche ich mit einander kombiniert habe.

 

Fotomontage Schmalkalden Deutsches Haus Salzbrücke
Hier noch ein Beispiel nur umgekehrt mit dem Deutschen Haus Foto alt ca. 1920; neu September 2007